RECHT UND GERECHTIGKEIT

DAS RECHT IST DIE GRUNDLAGE DER JUSTIZ UND DER KERN DER GERECHTIGKEIT

03-08-2017

Was ist das Recht?

Das Recht ist das Entgelt des absoluten Fleißes und der verkauften Waren. Es ist ein vollkommen natürliches Recht eines Warenbesitzers, über seine Waren absolutes Verfügungsrecht zu besitzen. Es wäre eine Ungerechtigkeit und Grausamkeit, den Menschen in ihren Häusern, Fabriken, Werkstätten, Äckern und Gärten, die Souveränität und das Recht auf die Freiheit zu untersagen. Niemand könnte eine solche Handlung billigen. Zwischen den Einzelnen und Gesellschaften, die sich in solchen Situationen befinden, in denen die Rechte der Anspruchsteller verletzt oder ganz oder teilweise versagt werden, beginnt ein Kampf der Rechtsforderung und des Rechtschutzes. Der Frieden und die Ordnung in diesen Gesellschaften, die sich in solchen Situationen befinden, wo dieser Kampf ausgebrochen ist, sinken zur historischen Reminiszenz herab, um dann zugleich zu verschwinden. Wenn der Frieden und die Ordnung nicht mehr herrschen, so treten an deren Stelle unaufhörliche Kämpfe, schwer zu schlichtende Auseinandersetzungen und Zänkereien auf.

 

Die Bedeutung des Rechts:

Die Grundvoraussetzung für den Frieden, die Liebe, die Ruhe, die Ordnung und Sicherheit sowie das Vertrauen wäre, den Rechtsinhabern ihre Rechte zu gewähren. Jegliche Arten von Abkommen, Friedensprozessen und Freundschaftsbündnissen, die abgeschlossen wurden, ohne den Rechtsinhabern ihre Rechte gewährt zu haben, wären nur Schauspielerei und würden nach einer bestimmten Zeit zwischen den Parteien einen höheren Spannungszustand hervorrufen als zuvor. Die Ehepartner kämpfen gegeneinander, die Eltern gegen ihre Kinder, der eine Nachbar gegen den anderen, die Arbeiter gegen die Arbeitgeber, die Staaten einerseits gegeneinander und andererseits gegen ihre eigenen Bürger, um ihre Rechte bekommen zu können. Auch wenn alle Gerichte, Richter, Rechts- und Staatsanwälte sich darum bemühen mögen, diesen Auseinandersetzungen und Kriegsführungen Einhalt zu gebieten, den Rechtsinhabern ihre Rechte zu geben, würde es ihnen nicht gelingen, den Frieden herzustellen und diese Kriege und Auseinandersetzungen zu verhindern. Es scheint so, als ob diese bis zum Jüngsten Tag nicht andauern würden, wie sie in der Zeit vor unserer Zeitrechnung bis heute nicht aufgehört haben zu existieren. Was wäre wohl der Grund dafür? Haben wir jemals daran gedacht? Nun suchen wir eine Antwort auf diese Frage!

Dass alle Menschen auf dieser Welt diese Streitigkeiten, Auseinandersetzungen, Kämpfe und Kriege, loswerden können, um zum Frieden, zur Sicherheit, Ruhe und Ordnung zu gelangen, hängt von vier wichtigen Bedingungen ab:

1. Es sollte nur einen einzigen Gesetzgeber geben: Im Falle dessen, dass viele Gesetzgeber da sind, entstehen Streitigkeiten und Kriege unter diesen verschiedenen Gesetzgebern, weil jeder Gesetzgeber bei der Gesetzgebung nur die Vorteile seines eigenen Volkes in Rücksicht nehmen wird und die Interessen verschiedener Staaten dadurch durchkreuzt werden.

2. Der Gesetzgeber sollte ein solcher sein, der niemals auf die Hilfe Dritter angewiesen ist. Wäre er jedoch ein solcher, der auf die Hilfe Dritter angewiesen ist, so würde er solche Gesetze geben, die nur seine eigenen Vorteile und Interessen berücksichtigen. Dann würden jedoch Streitigkeiten und Konflikte zwischen denjenigen ausbrechen, deren Interessen verletzt wurden und denjenigen, die durch diese Gesetze begünstigt werden.

3. Die Verbote, die durch den Gesetzgeber erlassen werden, sollten rechtmäßig sein! Die Bedingung dafür, dass die Gesetze rechtmäßig sind, wäre, dass sie durch einen solchen Gesetzgeber in seinem Reich über die Menschen erlassen werden, die Er selbst erschaffen hat. Wäre es etwa rechtmäßig, im Königreich eines Anderen Gesetze zu erlassen? Würden solche Gesetze nicht als illegal bezichtigt werden? Würde diese Anmaßung zwischen dem Besitzer des Reiches und denjenigen, die unrechtmäßige Gesetze erlassen, nicht zu Streitigkeiten, Konflikten und sogar zu Kämpfen führen? Waren das Ertrinken des Volkes des Propheten Noahs (Friede Allahs auf ihm), und Pharaos und seiner Heerscharen im Wasser; das Zugrundegehen des Volkes Ad durch einen vernichtenden Wirbelsturm; der Niedergang des Volkes Saba durch Überflutungen; die Vernichtung des Volkes des Propheten Regnel (Jethro - Friede Allahs auf ihm) d.h. der Meder, durch unbeschreiblich starken Erdbeben; nicht ein Kampf zwischen Allah und denjenigen, die den anderen als Ihm die Berechtigung gaben, Gesetze zu geben, und sie als Gesetzgeber zu bezeichnen? Auch in unserer heutigen Zeit ist dies zu sehen, wie die oft in unserem Jahrhundert entstandenen Erdbeben, Überflutungen, Wirbelstürme, usw. Allah, der Erhabene, berichtet über den Beweggrund dieses Kampfes wie folgt:
„Und Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde. Er vergibt, wem Er will, und bestraft, wen Er will. Und Allah ist Allvergebend, Barmherzig.“ (Der edle Koran 48:14)
 
„Und Allahs sind die Heerscharen der Himmel und der Erde; und Allah ist Erhaben, Allweise.“ (Der edle Koran 48:7) Er ist Allmächtig und Allgewaltig, der einzige Gesetzgeber und der einzige, der Bestimmungen festzusetzen berechtigt ist.
 
„Sehen sie denn nicht, wie so manches Geschlecht Wir schon vor ihnen (durch Unheil) vernichtet haben? Diesen hatten Wir auf der Erde Macht gegeben, wie Wir sie euch nicht gegeben haben; und ihnen sandten Wir vom Himmel reichlich Regen; und unter ihnen ließen Wir Bäche fließen; dann aber tilgten Wir sie um ihrer Sünden willen aus und erweckten nach ihnen ein anderes Geschlecht.“ (Der edle Koran 6:6)
 
„Und wenn Wir eine Stadt (ein Land) zu zerstören beabsichtigen, lassen Wir unseren Befehl(unseren Gesandten und Bestimmungen zu gehorchen) an ihre Wohlhabenden ergehen; wenn sie in ihr (ihm) freveln, so wird der Richtspruch gegen sie fällig, und Wir zerstören sie bis auf den Grund.“ (Der edle Koran 17:16)
„Sprich: „Er hat die Macht, euch ein Strafgericht zu senden aus der Höhe (vom Himmel) oder (aus der Tiefe) unter euren Füssen oder euch in verschiedene Parteien zu zersplittern und die einen der anderen Gewalttat kosten zu lassen.“ Schau, wie mannigfach Wir die Zeichen dartun, auf dass sie (sie) verstehen mögen.“ (Der edle Koran 6:65)
 
(Wir werden die Strafe geringfügig hinwegnehmen, ihr aber werdet rückfällig werden) bis zum Tage, wo Wir (euch) den größten Schlag versetzen werden. Wahrlich, Wir werden uns rächen.“ (Der edle Koran 44:15-16)
 
4.Der Gesetzgeber sollte bei der Gesetzgebung keine Privilegien irgendeiner Gruppe und Klasse gewähren und ein solches Gesetz wäre nur durch Allah, den Allmächtigen, zu erlassen, Der alles erschaffen hat. Denn ein kultivierter und vernünftiger Vater liebt seine Kinder gleichermaßen und macht unter ihnen keinen einzigen Unterschied. Jedoch hat jedes einzelne Kind bei dem Vater eine besondere Stellung, je nach der Liebe, der Achtung und Verehrung, die das Kind ihm gegenüber erweist. Da er sich wünscht, dass keine Konflikte und Uneinigkeiten zwischen den Kindern entstehen, versucht er auch, dass keine Auseinandersetzungen zwischen ihm selbst und seinen Kindern entstehen.

Hier sind einige Beispiele über den Propheten Muhammed (Friede und Segen Allahs auf ihm) der die Gesetze Allahs, den Menschen verkündet und angewandt hat:
· Als eine Frau aus dem Stamm Ben-i Mahzun einen Diebstahl begangen hatte, urteilte unser Prophet Muhammed (Friede und Segen Allahs auf ihm), dass die Hand der Frau vom Körper getrennt wird. Einige Leute sandten Usama (möge Allah an ihm Gefallen finden) als Vermittler. Der Prophet (Friede und Segen auf ihm) erwiderte jedoch: „Allah, der Allmächtige, ist es, Der alles erschaffen und diese Bestimmungen erlassen hat. Mir obliegt es nur, diese Bestimmungen, die Er gegeben hat, zur Vollstreckung zu bringen. Die Kinder Israels pflegten bei einem Diebstahl die Noblen unter sich unbestraft frei zu lassen und die Hand derer abzuhacken, die schwach unter ihnen waren. Bei Allah, dem Erhabenen, ich würde die Hand meiner eigenen Tochter Fatima abhacken, wenn sie so eine Tat begangen hätte!“

·Als durch Allah, den Allmächtigen, das Zinsverbot offenbart wurde, hat der Prophet vorallererst die Zinsforderung seines Onkels Abbas aufgehoben (die islamische Geschichte weist viele solche Beispiele auf, die wir hier nicht alle verzeichnen könnten).
Wenn es sich beim Gesetzgeber um Allah, den Allmächtigen, handelt, liegt immer die Sicherheit vor, dass manchen Gruppen, Klassen, Rassen und solchen Personen, die vornehm und hohen Ansehens sind, keine Privilegien gewährt werden, so dass Konflikte, Uneinigkeiten und Kämpfe zwischen den Menschen sofort aufhören und alle Menschen in Frieden und Ruhe ihr Leben fortsetzen.

 

Im Auftrag des Islam


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